Rasse-Info


Australian Shepherd

Der Australian Shepherd ist ein Hütehund. Als erstes fällt natürlich sein Aussehen auf. Den Aussie gibt es in verschiedenen Farben von Rot über Red-merle, Blue-merle bis hin zu Schwarz, alle ohne, oder mit weißen und/oder kupferfarbenen Abzeichen. Das Fell ist mittellang, glatt bis leicht gewellt und von mittlerer Härte. Die Augen sind braun, bersteinfarben bis hin zu blau. Es können auch zwei verschiedenfarbige Augen vorkommen und Marmorierungen und Sprenkelungen sind möglich. Gemäß des Standards des ASCA, wurden die Hunde kupiert. In Deutschland ist dies nach dem Tierschutzgesetz verboten, sodass die Hunde entweder eine lange Route oder natürlich verkürzte oder Stummelroute haben (angeboren NBT). Der Aussie gilt eher als etwas zurückhaltend oder reserviert, bindet sich aber oft stark an seinen Sozialpartner Mensch.

Das Temperament der einzelnen Shepherds kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt die "Arbeitslinie", die speziell zur Hütearbeit gezüchtet wird und sich somit nicht unbedingt zum Familienhund eignet. Auf der anderen Seite gibt es wiederum die sogenannte "Showlinie", die im Wesen meist etwas gelassener sind, aber trotzdem über dem durchschnittlichen Hundeniveau liegt. Er braucht wie jeder Hund eine artgerechte Beschäftigung. Als Hütehund ist er zu selbstständigem Mitarbeiten prädistiniert.


Geschichte

Während der großen Auswanderungswelle nach Amerika und Australien brachten die Menschen auch ihre Hunde mit. Im 19. Jahrhundert und besonders zu Beginn des 20. Jahrhundert wurden Merinoschafe von Europa nach Australien exportiert und schließlich nach Amerika eingeführt. Mit den Schäfern, überwiegend Basken, kamen auch deren Hunde nach Amerika. Die Schafe wurden Australian Sheep genannt und so bekamen die "little blue dogs" bald ihren Namen Australian Shepherds, wobei es geblieben ist.
Durch die Wanderung der Basken durch die Kontinente sind viele verschiedene Hütehundrassen an der Entstehung des Aussies beteiligt. Langhaar-Collie, Kurzhaar-Collie, Deutscher Schäferhund, Pyrenäen-Schäferhund, Australien-Cattle-Dog, Australien Kelpie. Eine besonders enge Verwandschaft scheint zum Border Collie zu bestehen.
Jay Sissler verhalf dem Australian Shepherd in den 50er und 60er Jahren zu einer großen Popularität. Er war ein talentierter Hundetrainer aus Idaho und reiste mit seinen Hunden durch Amerika und Kanada. Seine Hunde konnten eine Vielzahl bemerkenswerter Kunststücke und waren Darsteller in Disney-Filmen.
Nach Europa kam der Aussie erst in den 70er Jahren, als die ersten Quarter Horses aus den USA importiert wurden. In der Westernszene ist der Shepherd nach wie vor sehr weit verbreitet.